Schilddrüsenunterfunktion vorbeugen

Die Schilddrüsenunterfunktion ist eine Fehlfunktion, die verschiedene Ursachen haben kann. Leider gibt es nicht für alle Ursachen vorbeugende Maßnahmen, die die Wahrscheinlichkeit senken, an einer Hypothyreose zu erkranken.

Erkrankung der Schilddrüse

Ist die Schilddrüse erkrankt – beispielsweise durch eine Entzündung, kann sie meistens nicht in ausreichendem Maß Schilddrüsenhormone produzieren. Das gilt insbesondere dann, wenn körpereigene Stoffe und Zellen die Schilddrüse angreifen und ihre Arbeit beeinträchtigen. In solchen Fällen sind vorbeugende Maßnahmen kaum möglich.

Zwar helfen grundsätzlich eine gesunde Lebensführung und eine ausgewogene Ernährung, das eigene Immunsystem zu stärken, einen umfassenden Schutz vor solchen Erkrankungen bietet aber auch das nicht.

Jodmangel vorbeugen – Fisch und Jodsalz

Eine häufige Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion ist Jodmangel. In Deutschland nehmen die Menschen generell relativ wenig Jod zu sich, da diese Substanz im Boden und damit bei Pflanzen und Tieren in einem geringen Maß vorkommt. Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist nicht optimal mit Jod versorgt.

Da die Schilddrüse zur Produktion der Schilddrüsenhormone Jod benötigt und der Körper dieses nicht selbst herstellen kann, muss es zugeführt werden oder es kann zu einem Jodmangel kommen.

Jodmangel lässt sich verhindern, wenn auf dem Speiseplan jodhaltige Nahrung zu finden ist. Das ist zum einen jodiertes Speisesalz und zum anderen Seefisch zum Beispiel aus der Nordsee. Besonders Scholle oder Seelachs sind reich an Jod.

Nach gängiger Meinung reichen zwei solcher Fischmahlzeiten pro Woche aus, um den Jodbedarf zu decken. Süßwasserfische wie Forelle oder Karpfen enthalten dagegen nur eine sehr geringe Jodmenge.

Selbstmedikation mit Jodidtabletten

Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit mit Jodidtabletten gegen einen Jodmangel vorzubeugen. Diese sind in Apotheken erhältlich.

Allerdings sollte dieser Weg nicht ohne vorherige Rücksprache mit einem Arzt gewählt werden, der den tatsächlichen Bedarf an Jod überprüfen kann.

Jodzufuhr – umstritten in Teilen der Medizin

Vereinzelt weisen Mediziner darauf hin, dass eine zusätzliche Jodzufuhr zur Prophylaxe einer Schilddrüsenunterfunktion Risiken beinhaltet. Demnach soll nach Aussprechen der Empfehlung, mehr Jod auf den Speiseplan zu bringen, die Zahl der Neuerkrankungen an einer Schilddrüsenfehlfunktion in Deutschland gestiegen sein.

Diese Meinungen und die Gründe für den Anstieg von Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten gelten aber als umstritten.