Schilddrüsenunterfunktion Therapie

Eine Schilddrüsenunterfunktion bedarf der ärztlichen Behandlung und einer lebenslangen Therapie. üblicherweise erhält der Patient Tabletten oder andere Formen von Medikamenten, durch die sein Körper die benötigten Schilddrüsenhormone künstlich zugeführt bekommt.

Ist die ideale Einstellung der Medikamente bzw. der Hormonmenge gefunden, kann der Betroffene ein ganz normales und unbeeinträchtigtes Leben führen. Lediglich die Medikamente müssen regelmäßig eingenommen werden.

Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, dass sich der Betroffene an die Anweisungen seines Arztes hält und nicht eigenmächtig die Dosierung verändert oder das Medikament absetzt.

Künstliche Gabe von Schilddrüsenhormonen

Weil bei einer Schilddrüsenunterfunktion nicht mehr ausreichend viele Schilddrüsenhormone T3 und T4 gebildet werden, müssen diese dem Körper zugeführt werden. Da das T3-Hormon aus dem T4-Hormon gebildet werden kann, enthalten viele Medikamente nur das T4-Hormon.

Die Medikamente werden für gewöhnlich nach dem Aufstehen auf nüchternem Magen eingenommen.

Einstellung der Dosis

Der Arzt entscheidet anhand der Befunde aus den Laboruntersuchungen, mit welcher Dosis die Therapie beginnt. Besonders bei schweren Fällen der Schilddrüsenunterfunktion ist es sehr wichtig, die Therapie mit einer geringen Menge Schilddrüsenhormonen zu beginnen und diese dann nach und nach zu steigern, bis ein ausreichendes Maß von Hormonen im Körper erreicht ist.

Auf diese Weise wird eine vorsichtige Annäherung an den Bedarf möglich, ohne den Hormonspiegel plötzlich und übermäßig zu erhöhen.

Vergabe von Selen

In einigen Fällen wird zusätzlich zur künstlichen Zufuhr von Schilddrüsenhormonen auch Selen verabreicht. Selen soll verhindern, dass zu viele Antikörper gebildet werden, von denen die Schilddrüse angegriffen wird.

Das ist aber eine Begleittherapie, die weniger durch die eigentliche Unterfunktion der Schilddrüse als durch eine Schilddrüsenentzündung oder eine Autoimmunreaktion gegen die Schilddrüse begründet ist.

Regelmäßige Blutuntersuchungen

Medikamente können dazu beitragen, dass die Symptome der Schilddrüsenunterfunktion beseitigt werden. Dennoch ist es notwendig, die Dosierung der Arzneien regelmäßig vom Arzt überprüfen zu lassen. Dazu sind je nach Schwere der Schilddrüsenunterfunktion alle sechs bis zwölf Monate entsprechende Tests möglich.

Zeigen die Ergebnisse Abweichungen von den bisherigen Resultaten, wird der Arzt die Dosierung der Medikamente entsprechend anpassen.