Schilddrüsenunterfunktion Arten

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann auf zwei Arten entstehen. Zum einen kann sie angeboren sein, zum anderen ist es möglich, dass sie sich erst im Laufe des Lebens herausbildet. Beide Arten haben unterschiedliche Ursachen.

Die Hypothyreose beim Neugeborenen zeigt sich an anderen Symptomen als die bei einem Erwachsenen und muss unverzüglich behandelt werden, um eine mögliche Fehlentwicklung oder gar eine entstehende Behinderung des Kindes zu verhindern.

Die Schilddrüsenunterfunktion bei Erwachsenen verläuft in der Regel erst schleichend, bis sie diagnostiziert wird und zeigt sich in verschiedenen Ausprägungen.

Die angeborene Schilddrüsenunterfunktion

Bei Neugeborenen wird die angeborene Schilddrüsenunterfunktion relativ früh erkannt. Denn in einer der ersten Regeluntersuchungen wird der sogenannte TSH-Wert im Blut bestimmt. Mit diesem kann eine Fehlfunktion des Drüsenorgans erkannt werden. Die Untersuchung ist vorgeschrieben und wird in der Regel in den ersten Lebenstagen vorgenommen.

Wird eine Hypothyreose diagnostiziert, kann dieser mit einer raschen Therapie begegnet werden. Folgeschäden wie Wachstumsbeeinträchtigungen oder Fehlentwicklungen sind dann meistens zu verhindern.

Die erworbene Schilddrüsenunterfunktion

Im Laufe des Lebens kann sich bei Menschen eine Hypothyreose entwickeln. Die Wahrscheinlichkeit steigt mit zunehmendem Alter, aber auch kleine Kinder können bereits an einer Fehlfunktion leiden.

Allgemein sind drei Arten der Schilddrüsenunterfunktion zu unterscheiden: primäre, sekundäre und tertiäre Hypothyreose. Die primäre Schilddrüsenunterfunktion liegt dann vor, wenn die Schilddrüse selbst Ausgangspunkt der Hypothyreose ist. Das kann zum Beispiel nach Operationen sein.

Die sekundäre Schilddrüsenunterfunktion besteht dann, wenn zu wenig TSH ausgeschüttet wird. Dieses Hormon regt die Produktion der wichtigen Schilddrüsenhormone an. Diese Art der Fehlfunktion ist relativ selten.

Die tertiäre Schilddrüsenunterfunktion ist äußerst selten und basiert auf dem Pickardt-Syndrom oder einem Mangel an sogenannten TR-Hormonen.

Schweregrade der Schilddrüsenunterfunktion

Es werden medizinisch mehrere Schweregrade der Hypothyreose unterschieden. Diese beginnen bei Einstufungen wie latent. Bei dieser Ausprägung ist lediglich der Wert der TS-Hormone erhöht, ohne dass es eine erkennbare unnormale Menge von Schilddrüsenhormonen im Blut gibt.

Unter anderen als subklinisch werden Ausprägungen der Schilddrüsenunterfunktion bezeichnet, die praktisch symptomlos sind, aber einen niedrigen Spiegel der Schilddrüsenhormone bedingen.

Schwere Formen werden als manifest oder klinisch bezeichnet. Dabei ist nicht nur ein niedriger Schilddrüsenhormonspiegel zu beobachten, sondern es kommt auch zu Symptomen, die in einigen Fällen zum Teil lebensgefährlich sein können. Eine individuelle Einstufung kann jedoch nur vom Arzt vorgenommen werden.