Schilddrüsenoperation

Wichtig: Vor der Op informiert ein Arzt genau über mögliche Risiken und Komplikationen.

Eine Fehlfunktion der Schilddrüse kann an Knoten oder einer Autoimmunreaktion gegen die Schilddrüse liegen. In diesen Fällen ist eine Operation häufig unumgänglich. Das gilt auch für eine stark vergrößerte Schilddrüse, die zu einem Kropf heranwächst.

Eine Schilddrüsenoperation ist ein Standardeingriff, bei dem versucht wird, das Drüsenorgan in einem möglichst großen Umfang zu erhalten.

Wann kommt es zu einer Schilddrüsenoperation?

Eine Schilddrüsenoperation wird dann vorgenommen, wenn das Gewebe der Schilddrüse stark angegriffen ist.

Das ist in der Regel dann der Fall, wenn es zu einer Autoimmunreaktion der körpereigenen Abwehrkräfte gegen die Schilddrüse gekommen ist. Es kann auch unabhängig davon eine Schilddrüsenentzündung vorliegen, die ebenfalls eine Operation notwendig macht.

Häufige Gründe für einen Eingriff sind außerdem feste Knoten, die einen Teil der Schilddrüse beeinträchtigen. In seltenen Fällen kann sogar ein Schilddrüsenkarzinom vorliegen.

Was wird operiert?

Ziel einer Schilddrüsenoperation ist es, das Drüsenorgan nach Möglichkeit zu erhalten. Das bedeutet, ein Eingriff ist so minimal wie möglich.

Dennoch können erhebliche Teile der Schilddrüse bei einer solchen Operation entfernet werden. In der Regel reicht es aber aus, das überflüssige oder verknotete Gewebe zu entfernen.

In günstigen Fällen werden nur gezielt punktuell Knoten herausoperiert. Seltener kommt es zu einer kompletten Entfernung der Schilddrüse. Das ist meistens bei einem Schilddrüsenkrebs der Fall.

Risiken einer Schilddrüsenoperation

Grundsätzlich ist eine Operation der Schilddrüse ein Routineeingriff, der häufig vorkommt. Entsprechend verlaufen die Eingriffe normalerweise ohne Komplikationen.

Bei einer Schilddrüsenoperation wird allerdings an einer empfindlichen Körperregion operiert. In seltenen Fällen kann es daher zu einer Beeinträchtigung der Stimmbänder kommen, die nahe an der Schilddrüse vorbeiführen. Daraus können Sprechstörungen resultieren, die in vielen Fällen nach einiger Zeit wieder abklingen.

Ebenso ist es möglich, dass bei der Operation die Nebenschilddrüsen beeinträchtigt oder entfernet werden. Das kann eine Störung des Calcium-Stoffwechsels zur Folge haben, die dauerhaft medikamentös behandelt werden muss.

Nach einer Schilddrüsenoperation

Bei einer Schilddrüsenoperation wird je nach Eingriff wenig oder viel Gewebe entfernt oder die Schilddrüse ganz herausgenommen. Die Folge kann sein, dass es zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommt bzw. diese bestehen bleibt. Eine entsprechende Behandlung mit Hormonpräparaten ist dann – meistens dauerhaft – notwendig.

Am Hals bleibt außerdem eine sehr kleine Narbe bestehen. Diese kann nach der Schilddrüsenoperation noch einige Zeit typische Narbenbeschwerden verursachen.