Schilddrüsenkrebs

Eine Fehlfunktion der Schilddrüse kann in einer bösartigen Erkrankung des Drüsenorgans begründet sein. Entsteht bei den ärztlichen Untersuchungen der Verdacht, dass es bösartige Verwachsungen an der Schilddrüse gibt, müssen weitere Untersuchungen einen genaueren Aufschluss geben.

Schon beim Abtasten mit Schlucken im Rahmen seiner Untersuchung zur Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion kann der Arzt Verwachsungen feststellen. Diese sind generell nicht normal, aber nicht zwangsläufig bösartig.

Dennoch gilt es abzuklären, ob eine Erkrankung der Schilddrüse vorliegt, die möglicherweise sogar durch bösartige Tumore verursacht wird. Bestätigt sich dieses, liegt ein Schilddrüsenkrebs vor. Der Arzt hat zwei Mittel, um einen solchen Verdacht auszuschließen.

Ultraschalluntersuchung mit Feinnadelpunktion

Die Schilddrüsenunterfunktion kann auf Knoten zurückzuführen sein. Selbst bei Ultraschallbildern ist aber nicht erkennbar, ob diese gutartig oder bösartig sind. Daher muss eine genauere Untersuchung Aufschluss darüber geben, ob ein Schilddrüsenkrebs vorliegt. Dazu nutzt der Arzt die Feinnadelpunktion.

Mit einer sehr feinen Nadel sticht der Arzt durch die Haut in den Gewebeknoten an der Schilddrüse. Dabei entnimmt er eine kleine Gewebeprobe. Damit die Nadel das Ziel findet, wird die Feinnadelpunktion mithilfe eines Ultraschallgerätes vorgenommen.

Über das vom Gerät erzeugte Bild kann der Mediziner genau sehen, wohin er die Nadel führen muss. Nach der Punktion wird das Gewebe im Labor untersucht.

Schilddrüsenszintigrafie

Mit ähnlicher Intention kann der Arzt sich auch für eine Schilddrüsenszintigrafie entscheiden. Dabei spritzt er dem Patienten ein sehr schwach radioaktives Kontrastmittel, das sich im Körper verteilt. Dann wird der Patient mit einer Spezialkamera "durchleuchtet", die Jodkonzentrationen anzeigen kann.

Speziell bei der Schilddrüse können so sogenannte heiße und kalte Knoten festgestellt werden. Kalte Knoten sind dabei Gewebeverhärtungen, in denen weniger Jod angereichert und somit weniger oder keine Schilddrüsenhormone gebildet werden.

Diese kalten Knoten müssen dann weiter untersucht werden. Denn bei durchschnittlich ca. drei Prozent dieser kalten Knoten handelt es sich um ein Karzinom. Liegt sogar nur ein kalter Knoten vor, steigt die Wahrscheinlichkeit auf 15 Prozent.

Therapie von Schilddrüsenkrebs

Schilddrüsenkrebs wird meistens durch eine Operation begegnet. Mitunter kommt auch eine Radiojodtherapie infrage.

Bei einer geeigneten Therapie besteht für die häufigsten Formen der Schilddrüsenkarzinome eine gute Heilungschance für den Patienten.

Allerdings ist auch nach erfolgreicher Krebsbekämpfung eine dauerhafte konsequente Nachsorge erforderlich. Ihr Arzt wird Sie gerne ausführlich beraten.